Deepfake
KI-generierte, täuschend echte Bild-, Video- oder Audioinhalte.
Einfach erklärt
Ein Deepfake ist ein mit KI erzeugter oder veränderter Medieninhalt, der eine Person täuschend echt darstellen kann. Dazu gehören nachgeahmte Stimmen, ausgetauschte Gesichter und Videos mit erfundenen Aussagen. Es muss dabei nicht jede Einzelheit künstlich sein: Auch echte Aufnahmen können mit veränderten Teilen kombiniert werden.
Solche Technik kann für gekennzeichnete Unterhaltung eingesetzt werden. Sie kann aber auch eine angebliche Geldbitte eines Angehörigen oder eine erfundene Aussage einer öffentlichen Person glaubwürdiger wirken lassen. Eine vertraute Stimme ist deshalb kein ausreichender Identitätsnachweis.
Auffällige Lippenbewegungen oder Bildfehler können einen Verdacht begründen. Ihr Fehlen beweist jedoch keine Echtheit. Suche die ursprüngliche Veröffentlichung und prüfe die Aussage über einen unabhängigen Kontaktweg. Bei einer dringenden Geldforderung beendest du das Gespräch und rufst die Person selbst über ihre bekannte Nummer an.
Beispiel aus dem Alltag
Gedachtes Beispiel: Eine Sprachnachricht klingt wie Karls Tochter und verlangt eine sofortige Überweisung. Karl ruft ihre gespeicherte Nummer an, bevor er handelt.
Häufige Fragen
Kann ich Deepfakes immer an Fehlern erkennen?
Nein. Sichtbare oder hörbare Unstimmigkeiten helfen gelegentlich, sind aber kein verlässlicher Echtheitstest.
Beweist ein KI-Detektor die Fälschung?
Nein. Solche Werkzeuge können sich irren. Herkunft, Kontext und unabhängige Bestätigung bleiben wichtig.
