Sextortion
Erpressung mit intimen Aufnahmen oder der Behauptung, solche Aufnahmen zu besitzen.
Einfach erklärt
Sextortion bezeichnet Erpressung mit intimen Aufnahmen oder der Behauptung, solche Aufnahmen zu besitzen. Täter drohen mit einer Veröffentlichung und verlangen Geld, weitere Bilder oder andere Handlungen. Das kann nach einem persönlichen Kontakt geschehen, aber auch als ungezielt verschickte Drohmail ohne echte Aufnahme.
Ein mitgeschicktes altes Passwort beweist nicht, dass eine Kamera übernommen wurde. Es kann aus einem früheren Datenleck stammen. Nimm die Drohung ernst genug, um Belege zu sichern, aber folge nicht den geforderten Zahlungen oder Downloads.
Zahle nicht und sende keine weiteren Aufnahmen. Sichere Nachrichten, Profiladressen und Zeitangaben, brich den Kontakt ab und suche Unterstützung bei Polizei oder einer Beratungsstelle. Melde die Inhalte zusätzlich auf der betroffenen Plattform. Intime Dateien solltest du nicht zur vermeintlichen Beweisprüfung an Unbekannte weiterleiten. Bei einem verwendeten oder offengelegten Passwort sichere das entsprechende Konto über den offiziellen Weg.
Beispiel aus dem Alltag
Gedachtes Beispiel: Eine E-Mail behauptet, Thomas heimlich gefilmt zu haben. Er öffnet keine Anhänge, sichert die Nachricht und prüft sein Konto über die bekannte Anbieteradresse.
Häufige Fragen
Garantiert eine Zahlung, dass nichts veröffentlicht wird?
Nein. Die Täter können weitere Forderungen stellen oder Inhalte trotzdem verbreiten.
Kann ich mir Hilfe holen, ohne die Bilder herumzuschicken?
Ja. Beschreibe zunächst die Situation und frage die zuständige Stelle nach einem sicheren Verfahren zur Beweissicherung.
