Desinformation

Quellenprüfung

Prüfung, wer eine Information veröffentlicht hat und worauf sie sich stützt.

Einfach erklärt

Bei der Quellenprüfung beurteilst du, ob eine Information nachvollziehbar und für die konkrete Frage geeignet ist. Beginne mit dem Ursprung: Wer veröffentlicht die Aussage, wann wurde sie erstellt und worauf stützt sie sich? Eine professionell gestaltete Seite beantwortet diese Fragen nicht von selbst.

Prüfe anschließend die Zuständigkeit und mögliche Interessen. Ein Gerätehersteller ist eine passende Quelle für die Bedienung seines Produkts, aber kein unabhängiger Vergleich aller Anbieter. Ein älterer Text kann Grundlagen gut erklären und gleichzeitig veraltete Preise oder Einstellungen nennen.

Öffne Belege und lies den Zusammenhang. Suche bei wichtigen Behauptungen eine unabhängige Bestätigung. Achte darauf, ob mehrere Texte nur voneinander abschreiben. Wenn keine belastbare Grundlage auffindbar ist, benenne diese Unsicherheit. Du musst eine Meldung nicht sofort bewerten oder weiterleiten.

Beispiel aus dem Alltag

Gedachtes Beispiel: Ein Beitrag verspricht eine neue staatliche Leistung. Frank prüft die zuständige Behördenseite und das Datum, bevor er persönliche Daten in ein verlinktes Formular eingibt.

Häufige Fragen

  • Reicht ein Impressum als Gütesiegel?

    Nein. Es hilft, einen Anbieter zuzuordnen, beweist aber nicht die Richtigkeit einzelner Aussagen.

  • Wie viele Quellen brauche ich?

    Das hängt von der Frage ab. Wichtiger als eine feste Zahl sind passende, nachvollziehbare und möglichst unabhängige Belege.