Sicherheit

Ransomware

Erpressungssoftware, die Dateien verschlüsselt und Lösegeld fordert.

Einfach erklärt

Ransomware ist Erpressungssoftware. Sie kann Dateien verschlüsseln oder den Zugriff auf ein System sperren. Angreifer verlangen Geld für eine angebliche Freigabe. Manche stehlen zusätzlich Daten und drohen mit deren Veröffentlichung.

Betroffen sein können private Computer ebenso wie Einrichtungen. Ein Angriff kann über Schadsoftware oder gestohlene Zugänge beginnen. Verbundene Laufwerke und synchronisierte Dateien können mitbetroffen sein, wenn das angegriffene System darauf zugreifen darf.

Bei einer Lösegeldmeldung trenne das Gerät vom Netzwerk und von angeschlossenen Sicherungsmedien. Informiere in einer Organisation sofort die zuständige IT-Stelle. Vermeide unkoordinierte Reparaturversuche, damit Spuren und Wiederherstellungsmöglichkeiten erhalten bleiben. Fotografiere die Meldung mit einem anderen Gerät und hole fachliche Unterstützung.

Eine Zahlung garantiert keine Wiederherstellung. Unabhängige, geprüfte Sicherungen verbessern die Möglichkeiten, Daten zurückzubekommen. Sie müssen außerhalb des angegriffenen Zugriffsbereichs liegen. Vor dem Rückspielen muss die Ursache geklärt sein, sonst kann derselbe Angriff erneut wirken.

Beispiel aus dem Alltag

Gedachtes Beispiel: Am Computer einer kleinen Einrichtung erscheint eine Lösegeldforderung. Die Mitarbeiterin trennt das Netzwerkkabel und informiert die zuständige IT, statt die angeschlossene Sicherung zu öffnen.

Häufige Fragen

  • Hilft ein Backup immer?

    Nur wenn es vollständig, verwendbar und nicht ebenfalls betroffen ist. Außerdem müssen Gerät und Zugänge vor der Wiederherstellung abgesichert werden.

  • Sind nur verschlüsselte Daten gefährdet?

    Nein. Bei einem Angriff können zusätzlich Kopien entwendet worden sein. Die Aufklärung muss beide Fragen berücksichtigen.