E-Mail-Adresse: Aufbau, eigene Adresse finden und sicher nutzen
Was steht vor und hinter dem @? So findest du deine E-Mail-Adresse, unterscheidest Adresse und Postfach und schützt deinen Zugang.
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Wie ist eine E-Mail-Adresse aufgebaut?
Bei maria.beispiel@example.org ist „maria.beispiel“ der lokale Teil. Der Anbieter ordnet ihn einem Postfach oder einem anderen Zustellziel zu. Das @ trennt ihn von der Domain „example.org“. Die Domain bestimmt, welche Mailserver für die Zustellung zuständig sind.
Der Teil vor dem @ muss kein echter Personenname sein. Er kann etwa eine Abteilung bezeichnen. Ob Punkte, Bindestriche oder andere Zeichen möglich sind, hängt auch vom Anbieter ab. Übernimm eine Adresse genau so, wie sie angegeben ist; ein zusätzlicher Punkt kann bei manchen Diensten zu einem anderen Ziel führen.
Alle Adressen mit example.org in diesem Artikel sind Lernbeispiele. Diese Domain ist für Dokumentationen reserviert. Versende dorthin keine persönlichen Nachrichten.
IETF: E-Mail-Übertragung und Adressaufbau (RFC 5321, englisch) · IANA: Reservierte Domains für Beispiele
Was unterscheidet Adresse, Postfach und Mailprogramm?
Die Adresse wird beim Versenden in das Empfängerfeld eingetragen. Das Postfach speichert eingegangene Nachrichten. Ein Mailprogramm ist die Oberfläche, mit der du Nachrichten liest und schreibst, etwa eine App auf dem Smartphone oder die Webseite des Anbieters.
In einem Mailprogramm können mehrere Konten eingerichtet sein. Umgekehrt kannst du dasselbe Postfach auf mehreren Geräten öffnen. Der Name der App allein sagt deshalb noch nicht, welche E-Mail-Adresse du verwendest.
Ein Alias ist eine zusätzliche Adresse, die zum selben Postfach führen kann. Eine Weiterleitung sendet eingehende Nachrichten an ein anderes Ziel weiter. Beides ist etwas anderes als ein eigenes, getrenntes Postfach. Prüfe beim Antworten, welche Absenderadresse ausgewählt ist.
Wo finde ich meine eigene E-Mail-Adresse?
Öffne die Mail-App, die du bereits benutzt. Suche in den Einstellungen nach „Konten“, „Accounts“ oder deinem Profil. Dort wird normalerweise die vollständige Adresse angezeigt. Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Programm.
Du kannst auch einen neuen Nachrichtenentwurf öffnen und das Feld „Von“ ansehen. Sind mehrere Konten eingerichtet, lässt sich dort oft die gewünschte Adresse auswählen. Ein Name wie „Maria Beispiel“ reicht nicht: Klappe die Anzeige auf, bis du die vollständige Adresse mit @ siehst.
Wenn du deine Mails im Browser liest, öffne die bekannte Webseite deines Anbieters und prüfe das Profil oder die Kontoeinstellungen. Verwende dafür keinen Link aus einer unerwarteten Nachricht, die angeblich deinen Zugang reparieren soll.
Keine dieser Stellen hilft weiter? Suche auf einem anderen Gerät, auf dem das Konto noch angemeldet ist, oder in einem bereits versendeten Brief beziehungsweise Kontaktformular, in das du die Adresse selbst eingetragen hast. Die Adresse ist nicht automatisch mit dem Gerätenamen oder deinem Benutzernamen bei einem anderen Dienst identisch.
Wie erstelle ich eine neue E-Mail-Adresse?
Eine neue Adresse richtest du bei einem E-Mail-Anbieter ein. Vergleiche Speicherplatz, Kosten, Kontowiederherstellung und verfügbare Anmeldesicherheit. Für berufliche Zwecke kann eine eigene Domain sinnvoll sein; dann musst du auch ihre Verlängerung und Verwaltung organisieren.
Wähle einen Namen, den du ohne Schwierigkeiten weitergeben kannst. Geburtsdatum, Wohnort oder andere persönliche Angaben sind dafür meist unnötig. Der Anbieter prüft, ob der gewünschte Name noch verfügbar ist.
Richte gleich ein eigenes, langes Passwort und die angebotene Zwei-Faktor-Anmeldung ein. Hinterlege eine Wiederherstellungsmöglichkeit, auf die du tatsächlich zugreifen kannst. Bewahre Wiederherstellungscodes getrennt vom Postfach auf, zum Beispiel in einem Passwortmanager oder an einem geschützten Ort.
Beispiel: Maria meldet sich zu einem Kurs an
Maria und der Kurs in diesem Beispiel sind erfunden. Die Schritte zeigen, an welchen Stellen sich eine falsche Adresse einschleichen kann.
Schritt 1
Die richtige Adresse auswählen
Maria hat ein privates und ein berufliches Konto in ihrer Mail-App. Für den privaten Kurs öffnet sie die Kontoeinstellungen und kopiert ihre private Adresse maria.beispiel@example.org.
Schritt 2
Das Formular kontrollieren
Sie fügt die Adresse in das Anmeldeformular ein und prüft die gesamte Zeichenfolge. Eine unbemerkte automatische Ergänzung könnte stattdessen das berufliche Konto eintragen. Sie kontrolliert auch, ob am Anfang oder Ende ein Leerzeichen steht.
Schritt 3
Die Bestätigung zuordnen
Nach der Anmeldung schaut Maria im ausgewählten Postfach nach. Bleibt die Nachricht aus, prüft sie den Spamordner und ihre Eingabe. Sie meldet sich nicht mehrfach mit zufällig veränderten Schreibweisen an.
Schritt 4
Eine unerwartete Forderung prüfen
Später fordert eine angebliche Kursnachricht ihr E-Mail-Passwort. Der Kursveranstalter braucht dieses Passwort nicht. Maria antwortet nicht darauf und fragt über die bereits bekannte Kontaktadresse des Veranstalters nach.
Beweist die Absenderadresse, von wem eine Mail kommt?
Nein. Der angezeigte Name lässt sich frei wählen. Klappe die Absenderanzeige auf und lies die vollständige Adresse. Eine Nachricht kann als „Kursbüro“ erscheinen, obwohl die Adresse nicht zum Veranstalter gehört.
Auch eine passende Adresse reicht als Nachweis nicht aus. Absenderangaben können gefälscht und echte Postfächer übernommen werden. Prüfe deshalb zusätzlich den Anlass und die Forderung. Eine unerwartete Bitte um Passwort, Sicherheitscode oder Zahlung solltest du über einen unabhängig geöffneten Kontaktweg klären.
Die Domain hinter dem @ gehört zur Mailadresse. Das Ziel eines Links im Nachrichtentext ist eine eigene Internetadresse und kann ganz woanders hinführen. Prüfe beides getrennt. Wie das geht und was nach einem Klick zu tun ist, erklärt unser Phishing-Ratgeber.
Warum sollte ich mein Postfach besonders schützen?
Viele Dienste schicken Links zum Zurücksetzen eines Passworts an dein Postfach. Wer dort mitlesen kann, kann deshalb auch andere Konten gefährden. Verwende für das Mailkonto ein Passwort, das du bei keinem anderen Dienst nutzt.
Mit einer Zwei-Faktor-Anmeldung reicht ein gestohlenes Passwort allein häufig nicht für den Zugang. Gib Bestätigungscodes trotzdem nie an andere weiter und bestätige keine Anmeldung, die du nicht selbst begonnen hast. Unterstützt dein Anbieter Passkeys oder Sicherheitsschlüssel, prüfe diese Optionen: Sie können auch vor gefälschten Anmeldeseiten schützen.
Nach einem verdächtigen Zugriff kontrollierst du angemeldete Geräte, Weiterleitungsregeln, Filter und hinterlegte Wiederherstellungsadressen. Beende unbekannte Sitzungen. Entferne auch unbekannte Weiterleitungen.
Was tun bei Tippfehlern, fehlenden Mails oder einem Adresswechsel?
Eine Fehlermeldung nach dem Versand kann bedeuten, dass die Adresse nicht existiert oder das Postfach keine Nachrichten annimmt. Vergleiche die Adresse mit einer verlässlichen Angabe. Keine Fehlermeldung zu erhalten beweist umgekehrt nicht, dass die richtige Person die Nachricht bekommen hat.
Bei einer versehentlich an eine existierende falsche Adresse gesendeten Mail ist ein Rückruf nicht zuverlässig möglich. Informiere bei vertraulichen beruflichen Daten die zuständige Stelle. Wenn Zugangsdaten enthalten waren, ändere sie.
Beim Wechsel zu einer neuen Adresse aktualisierst du zuerst wichtige Konten und deren Wiederherstellungsdaten. Prüfe eine Bestätigung im neuen Postfach. Behalte den alten Zugang während einer Übergangszeit, soweit das möglich ist, und informiere deine Kontakte. Richte für die Übergangszeit bei Bedarf eine Weiterleitung ein und ändere die Adresse in deinen Konten.
Begriffe zum Artikel
- E-Mail-Adresse – Eine E-Mail-Adresse benennt ein Ziel für Nachrichten. Sie besteht aus einem Namen vor dem @ und einer Domain dahinter.
- E-Mail-Sicherheit – E-Mail-Sicherheit schützt Postfach, Nachrichten und Anhänge. Dazu gehören sichere Anmeldung, sorgfältige Empfängerprüfung und Schutz vor Phishing.
- Domain – Die Adresse einer Webseite oder eines E-Mail-Servers – z.B. amazon.de oder gmail.com.
- Phishing – Täuschungsversuche per E-Mail oder Nachricht, um persönliche Daten zu stehlen.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung – Zwei-Faktor-Authentifizierung schützt eine Anmeldung mit zwei verschiedenen Nachweisen, etwa einem Passwort und einem Sicherheitsschlüssel.
- Cloud-Sicherheit – Cloud-Sicherheit schützt Daten bei Online-Diensten. Entscheidend sind Kontozugang, Freigaben, Geräteschutz und eine unabhängige Sicherung.
Quellen und weiterführende Erklärungen
· Quellenstand: 8. September 2026. Die Lernbeispiele sind erfunden.