Halluzination
Eine KI-Ausgabe, die überzeugend klingt, aber nicht stimmt oder frei erfunden ist.
Einfach erklärt
Ein Sprachmodell füllt Lücken mit dem, was plausibel klingt. Fehlt ihm eine Information, erfindet es oft eine: eine Jahreszahl, einen Paragrafen, eine Studie samt Autor und Titel. Das geschieht ohne böse Absicht und ohne Warnsignal. Die erfundene Angabe steht im selben sicheren Ton da wie eine korrekte.
Besonders heikel sind Quellen und Zitate, weil sie Vertrauen erzeugen. Prüfe jede belegte Behauptung an der Originalquelle, nicht an einer zweiten KI-Antwort. Fragen ohne klare Faktengrundlage – Prognosen, Deutungen – lässt du dir nicht als Tatsache verkaufen.
Beispiel aus dem Alltag
Der Chat nennt „Müller et al. (2021), Zeitschrift für Arbeitsrecht" als Beleg. Die Suche nach diesem Titel findet nichts – die Quelle gibt es nicht.
Häufige Fragen
Sind Quellenangaben einer KI vertrauenswürdig?
Nicht ohne Prüfung. Titel, Autoren und Links können erfunden sein oder auf reale Quellen mit falschem Inhalt verweisen. Prüfe jede belegte Aussage an der Originalquelle.
Lässt sich Halluzination abstellen?
Verringern ja, abstellen nein. Nachschlageverfahren wie RAG und knappe, klare Fragen senken die Rate. Ein Restrisiko bleibt und gehört in jede ernsthafte Nutzung eingeplant.
Was sagen Fachleute dazu?
Der International AI Safety Report 2025 führt fehlende Faktentreue als eine der zentralen offenen Schwächen aktueller Systeme, die auch mit größeren Modellen nicht von selbst verschwindet.
