Human-in-the-loop
Ein Mensch entscheidet an einer wichtigen Stelle eines sonst automatischen Ablaufs aktiv mit.
Einfach erklärt
Human-in-the-loop bedeutet, dass ein automatischer Prozess an einer bestimmten Stelle anhält und auf eine menschliche Entscheidung wartet. Der Sinn liegt darin, folgenreiche Schritte nicht der Maschine allein zu überlassen: eine Kündigung, eine Zahlung, eine Veröffentlichung.
Die Kontrolle wirkt nur unter Bedingungen: genug Zeit, das nötige Fachwissen, Zugriff auf die Originalinformationen und die echte Befugnis, Nein zu sagen. Ein Bestätigungsklick unter Zeitdruck und ohne die nötigen Informationen kann Fehler unentdeckt lassen.
Beispiel aus dem Alltag
Bevor der Serienbrief an alle Kundinnen rausgeht, liest eine fachkundige Person den Entwurf und kann ihn stoppen.
Häufige Fragen
Reicht ein Bestätigungsklick als menschliche Kontrolle?
Nein. Wirksame Kontrolle braucht Zeit, Fachwissen, Zugriff auf die Originalinformationen und die echte Befugnis, Nein zu sagen. Ein Klick unter Zeitdruck ist ein Stempel.
Bei welchen Schritten ist ein Mensch nötig?
Bei folgenreichen und schwer umkehrbaren Entscheidungen – Kündigung, Zahlung, Veröffentlichung, medizinische oder rechtliche Auskünfte.
Was ist der Unterschied zu „human on the loop"?
„In the loop" heißt, der Mensch entscheidet aktiv mit. „On the loop" heißt, er beobachtet und greift nur bei Auffälligkeiten ein. Bei hohem Risiko ist die aktive Beteiligung sicherer.
