General Purpose AI
KI-Modelle mit breitem Einsatzzweck; im EU AI Act eine eigene Kategorie mit Pflichten für die Anbieter.
Einfach erklärt
General Purpose AI meint Modelle, die nicht für eine einzige Aufgabe gebaut sind, sondern viele Aufgaben unterstützen und in ganz unterschiedliche Produkte eingebaut werden. Die großen Sprachmodelle hinter den bekannten Chatdiensten fallen darunter.
Der EU AI Act behandelt GPAI als eigene Stufe und legt Pflichten für die Modellanbieter fest, etwa zu Dokumentation und Transparenz. Wer ein solches Modell nur in einer Anwendung einsetzt, hat andere Pflichten als der Anbieter selbst. Die genaue Einordnung eines konkreten Falls braucht oft rechtliche Beratung.
Beispiel aus dem Alltag
Ein breit einsetzbares Modell steckt zugleich in einer Schreib-App, einer Übersetzungsfunktion und einer Dokumentensuche.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich GPAI von einem KI-System?
Das Modell ist der Baustein, das System das fertige Produkt für Nutzer. Der EU AI Act knüpft an beide unterschiedliche Pflichten.
Welche Pflichten gelten für GPAI-Anbieter?
Dazu gehören insbesondere Dokumentation, Informationen für nachgelagerte Anbieter, eine Urheberrechtsstrategie und eine Zusammenfassung der Trainingsinhalte. Für Modelle mit systemischem Risiko gelten zusätzliche Pflichten. Die GPAI-Regeln gelten grundsätzlich seit 2. August 2025; für vorher in Verkehr gebrachte Modelle läuft eine Übergangsfrist bis 2. August 2027. Die konkrete Rolle und weitere Ausnahmen sind gesondert zu prüfen.
