Datenschutz
Regeln und Maßnahmen zum Schutz von Menschen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten.
Einfach erklärt
Datenschutz schützt Menschen beim Umgang mit Informationen über sie. Personenbezogene Daten sind zum Beispiel Name, Kontaktdaten, Fotos oder Angaben über Gewohnheiten, wenn sie einer Person zugeordnet werden können. Auch eine Kennnummer kann einen solchen Bezug herstellen.
Bei der Verarbeitung zählt nicht nur, ob Daten geheim bleiben. Es geht auch darum, warum sie erhoben werden, wer sie erhält, wie lange sie gespeichert bleiben und ob eine passende Rechtsgrundlage besteht. Eine sichere Datenbank rechtfertigt keine beliebige Sammlung.
Achte im Alltag auf den Zweck einer Abfrage. Für eine Terminvereinbarung ist nicht automatisch dein vollständiger Lebenslauf nötig. Lies Pflichtfelder und freiwillige Angaben getrennt. Bei Fotos und Nachrichten anderer Personen entscheidest du außerdem nicht allein über deren Weitergabe.
Du kannst bei Verantwortlichen Auskunft über verarbeitete Daten verlangen und je nach Voraussetzungen weitere Rechte ausüben. Der Datenschutzhinweis nennt dafür einen Kontakt. Bewahre eine Anfrage und die Antwort auf; bei ungeklärten Problemen kann eine Datenschutzaufsichtsbehörde weiterhelfen.
Beispiel aus dem Alltag
Gedachtes Beispiel: Ein Verein fragt für eine Veranstaltung nach einer Kontaktadresse. Petra lässt ein freiwilliges Feld zu privaten Interessen leer und fragt nach dem Zweck.
Häufige Fragen
Ist Datenschutz dasselbe wie Datensicherheit?
Datensicherheit schützt Daten etwa vor Verlust oder unbefugtem Zugriff. Datenschutz fragt zusätzlich, ob und zu welchem Zweck persönliche Daten verarbeitet werden dürfen.
Sind nur geheime Angaben geschützt?
Nein. Auch öffentlich bekannte Angaben können personenbezogene Daten sein.
